Herzlich willkommen
Liebe Gemeinde!
Auf, zum Haus Gottes! Auf zu dem Gott, der geholfen hat. Ein langer Weg lag hinter Jakob. Schwere Prüfungen waren bestanden. Der Hass des Bruders, der Neid des Onkels, die große Gefahr beim Wiedersehen mit Esau. Gott hatte geholfen. Aber dann war großes Unglück gekommen. Die eigenen Söhne waren es gewesen. Sie hatten grausam Rache geübt. Viele Unschuldige hatte ihr Schwert getroffen. Nun drohte schweres Unheil der Familie.
Wieder ruft Jakob zu seinem Gott, der ihn bisher gnädig bewahrt hat. Doch Gott erinnert ihn: Du wolltest nach Bethel kommen. Du wolltest mir dort einen Altar bauen, meinen Namen anrufen. Das hatte er lange aufgeschoben. Nun musste es sein, sollte Gott ihn aus der Gefahr befreien.
Da war aber noch etwas: Götzenbilder auf Spangen und Ringen, in Herzen und Köpfen der Seinen. Die mussten zuerst begraben werden, unter der Eiche in Sichem.
Und dann schickte Gott diesen Gottesschrecken. Keiner wagte, Jakob nachzujagen. In Bethel angekommen durfte Jakob Gottes Zusage erneut hören: Ich werde mit dir sein, ich werde dir dieses Land geben.
Auch in unseren Herzen schleicht sich so manches ein. Es drängt sich zwischen uns und Gott: Bequemlichkeit, Geld, Angst, Selbstgerechtigkeit. Können wir es begraben? Gott hat es bereits für uns getan. In Christi Grab darf unsere Schuld für immer bleiben. Aber dann auf nach Bethel. Unser Bethel ist unsere Kirche, ist Gottes Wort und Sakrament. Das Wort der Gnade gilt, auch wo Schuld uns über den Kopf wachsen will. Gott hat es durch Jesus Christus ausgesprochen.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Karl-Friedrich Kottmeier